Ein Metronom gibt den Takt vor – doch das Gerät dahinter gibt es in sehr unterschiedlichen Bauformen. Vom klassischen Pendel aus Holz bis zur App auf dem Smartphone hat jede Art ihre Stärken. Damit Sie das passende Modell finden, stellen wir die wichtigsten Arten von Metronomen mit ihren Vor- und Nachteilen vor und nennen die bekanntesten Marken und Serien. Ausprobieren können Sie alles sofort mit unserem Metronom online.
Das mechanische Metronom ist die klassische Bauform, die Johann Nepomuk Mälzel bekannt machte: ein keilförmiges Gehäuse mit einem sichtbaren Pendel, dessen Tempo über ein verschiebbares Gewicht eingestellt wird. Es braucht keine Batterie, wird einfach aufgezogen und besticht durch den sichtbaren Pendelausschlag, der das Tempo auch optisch erfahrbar macht. Nachteile sind die begrenzte Genauigkeit, die Empfindlichkeit gegenüber schiefem Stand und das Fehlen von Zusatzfunktionen. Bekannte Vertreter sind die Serie Wittner Taktell (etwa Taktell Classic, Junior oder Piccolo) sowie die mechanischen Modelle von Seiko.
Elektronische Metronome arbeiten mit einem Quarz und sind dadurch sehr präzise. Sie bieten meist deutlich mehr als das bloße Klicken: einstellbare Taktarten, Betonung des ersten Schlags, verschiedene Klänge, Lautstärkeregelung und oft einen integrierten Stimmgerät-Modus (Tuner). Sie sind leicht, robust und laufen mit Batterie. Beliebte Geräte sind die Boss DB-Reihe (DB-30, DB-60, DB-90), Korg (MA-2, TM-Serie mit Tuner), Seiko DM-Modelle sowie Metronome von Yamaha.
Für unterwegs gibt es besonders kompakte Metronome, die in die Hosentasche passen oder sich per Klammer direkt am Notenständer, am Gitarrenkopf oder am Hosenbund befestigen lassen. Sie sind ideal für Proben und Auftritte, wenn wenig Platz ist. Modelle wie Cherub WSM, Korg-Clip-Tuner mit Metronomfunktion oder kleine Wittner-Quarzmetronome decken diesen Bereich ab.
Viele moderne Geräte verbinden Metronom und Stimmgerät in einem Gehäuse. Das ist praktisch für Gitarristen, Bläser und Streicher, die beim Üben ohnehin beides brauchen. Bekannte Kombigeräte sind etwa Korg TM-50/TM-60, Boss TU-Modelle und diverse Fender- und Planet Waves-Geräte.
Die heute bequemste Variante braucht gar keine eigene Hardware: Ein Online-Metronom läuft direkt im Browser, eine App auf dem Smartphone. Sie sind kostenlos, immer dabei, lassen sich auf die Sekunde genau einstellen und bieten oft zusätzliche Funktionen wie Taktbetonung, mehrere Klänge und einen Vollbildmodus. Genau das bietet unser Metronom online – einfach das Tempo in Schlägen pro Minute (BPM) eingeben und starten. Die passenden Tempowerte zu den italienischen Bezeichnungen finden Sie in unserer Tempo-Tabelle.
Die Wahl hängt vom Einsatz ab. Für das tägliche Üben zu Hause genügt ein Online-Metronom oder eine App völlig. Wer das klassische Gefühl und den sichtbaren Pendelschlag schätzt, greift zum mechanischen Wittner Taktell. Für die Bühne und maximale Genauigkeit ist ein digitales Gerät der Boss-DB- oder Korg-Reihe ideal, am besten mit Tuner. Und wer viel unterwegs ist, fährt mit einem Taschen- oder Clip-Metronom am besten. Unabhängig vom Modell gilt: Wichtig ist nicht das teuerste Gerät, sondern dass Sie regelmäßig mit gleichmäßigem Tempo üben – und das geht mit jedem dieser Metronome.